Ist die Zeit von traditionellen Intranets ausgelaufen?

Passend zum Motto des diesjährigen IOM Summit 2013 (25.-26. September) in Köln – Vom Intranet zum Digital Workplace – nimmt das Thema Social Intranet in der Öffentlichkeit aktuell enorm an Fahrt auf. Das Intranet wie es viele kennen, wird sich zukünftig immer mehr zum digitalen Arbeitsplatz verwandeln. Die heutige Kommunikation in lediglich eine Richtung, wird einer effektiven und transparenten vernetzten Unternehmenskommunikation mit der Möglichkeit des sofortigen Dialoges weichen. Die Nutzung von sozialen Komponenten für die tägliche Arbeit, wie zum Beispiel Communites, Blogs oder Netzwerke, setzen sich immer mehr durch.

Zwei Argumente der IDC Social Business Studie möchte ich an dieser Stelle besonders hervor heben. Im Jahr 2013 hat sich, im Gegensatz zu 2012, vor allem die Wahrnehmung des Themas Social Business enorm geändert. Viele Unternehmen stehen “Social Themen” sehr viel offener gegenüber. So ist vor allem die abwartende Haltung vieler Unternehmen, einer aktiven Haltung gewichen.

“In 2012, the focus of social initiatives was to gather feedback and respond to employees, customers, partners, and suppliers in order to capture and understand all of the relevant brand/product/company discussions primarily on customer-facing social media. In 2013, this reactive approach has given way to an increasingly proactive style of engagement as companies now look to raise awareness of products and services in order to create an ongoing dialogue with employees, customers, partners, and suppliers.”

79% of companies having deployed a corporate sponsored enterprise social network (ESN) and that “social capabilities penetrate the core business processes of an organization to become the “backbone” of workflow, social capabilities will no longer be called out as a separate component and will become inherent in how we get things done.” 

Man könnte auch behaupten, dass sich ähnlich wie beim Thema Social Media die Tatsache durchgesetzt, es handelt sich nicht nur um eine kurzfristige Modeerscheinung.

Social Business wird genauso wenig wieder gehen, wie es Social Media tun wird. Ganz im Gegenteil! Die Überschneidungen von Social Media und Social Business werden zukünftig noch mehr zunehmen.

Oscar Berg, Strategist & Business Analyst bei der Avega Group AB, ist mit seinem Fachvortrag Conceptualization of the Digital Workplace einer der vielen internationalen Speaker auf der Agenda.

In seinem Blogpost The Digital Workplace concretized geht Oscar gezielt auf die Definition des Social Workplace ein. Auch hier möchte ich die für mich prägnantesten Statements zitieren.

If have previously discussed how do define the Digital Workplace. To be clear, it isn’t about remote working, virtual teams, or mobility. It isn’t about intranets, collaboration tools, or social media either. No, the Digital Workplace is about taking a business- and people-centric approach to providing information workers with the right capabilities in the right way so they can get their work done.

The Digital Workplace is – deliberately – a vague and abstract concept; it is impossible to describe exactly what it is because it will be different from one organization to another.

Es gibt keine pauschale Universallösung! Social ist sowohl intern als auch extern sehr individuell und bedarf einer exakten Analyse eines jeden Unternehmens. Wenn diesen Umstand zukünftig mehr Unternehmen verstehen, werden auch zusehends mehr Social Business Initiativen und Projekte als Erfolgsstories in den Medien für Aufsehen sorgen.

Was ist Ihre Meinung? Hat sich die Wahrnehmung von Social Business bei Unternehmen merklich geändert? Wird sich das Social Intranet als digitaler Workplace durchsetzen?

 

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Thomas Koch

Thomas Koch

Geschäftsführer bei Kongress Media

Im Sommer auf dem Rennrad durch Bayern jagender Geschäftsführer von Kongress Media GmbH und N:Sight Research GmbH.