Wo steht die digitale Transformation in der Schweiz?

Seit knapp zwei Jahren beschäftigen wir uns nun beim i2 SUMMIT mit der digitalen Transformation in Schweizer Unternehmen. Und dabei im Speziellen mit den Veränderungen der externen Kommunikation wie auch internen Kollaboration. In der Zeit haben wir viele spannende Erfahrungsberichte gehört – auf sehr unterschiedlichen Wegen und auf sehr unterschiedlichen Reifegraden.

Verschiedene Studien und Untersuchungen aus dem Frühjahr zeigen derzeit aber ein eher verhaltenes Bild bezüglich des Fortschrittes der digitalen Transformation in der Schweiz.

  • Gemäß einer Studie von CSC (zitiert aus Beitrag bei Netzwoche) scheint die Debatte über die digitale Transformation in den Unternehmen angekommen zu sein. 56 Prozent der befragten Firmen verfügen über eine digitale Strategievision und 22 Prozent wollen hier in den kommenden 12 Monaten nachziehen. (Quelle)
  • Als wesentliche Herausforderung für das Fortschreiten der digitalen Transformationsinitiativen wird in den fehlenden digitalen Kompetenzen gehen – hier resümiert die CSC-Studie, dass ein hoher Nachholbedarf besteht. (Quelle)
  • Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt laut einem anderen Netzwoche-Beitrag auch eine EY-Studie: “Jedes sechste Unternehmen (15 Prozent) habe zu wenig Geld für Digitalisierungsprojekte. 9 Prozent fehle es an qualifizierten Mitarbeitern und 8 Prozent der befragten Unternehmen hätte zu wenig internes Know-how.” (Quelle)

Etwas detaillierter sind bei den Fallstricken die Aussagen einer Dell EMC-Studie, die vom Digital Transformation Institute ausgewertet wurde. Hiernach gibt es eine kleine Gruppe von “Digital Leaders”, die das Umdenken, das Aufbrechen von Strukturen und das Neudenken von Geschäftsmodellen bereits gut vorangebracht haben. Die Mehrzahl der Unternehmen steht aber doch eher am Anfang: (Quelle)

  • 5 Prozent (in der Schweiz keines der befragten Unternehmen) zu den Digital Leaders: Die digitale Transformation ist bei dieser Gruppe gleichsam in der Unternehmens-DNA verankert.
  • 14 Prozent (in der Schweiz 4 Prozent) zu den Digital Adopters, die bereits über einen ausgereiften Transformationsplan und entsprechende Investitionsmittel verfügen.
  • 34 Prozent (in der Schweiz 54 Prozent) zur Gruppe der Digital Evaluators, die sich behutsam an die Transformation herantasten und diesbezügliche Initiativen und Investitionen für die Zukunft planen.
  • 32 Prozent (in der Schweiz 29 Prozent) zu den Digital Followers. Bei dieser Gruppe gab es bisher kaum Digitalisierungsinvestitionen; entsprechende Zukunftspläne haben derzeit noch einen sehr vorläufigen Charakter.
  • 15 Prozent (in der Schweiz 13 Prozent) zu den Digital Laggards, den Nachzüglern ohne dedizierten Digitalisierungsplan, die praktisch keine entsprechenden Investitionsmittel eingestellt haben.

Wir sind gespannt – wie sich die Projekte beim diesjährigen i2 SUMMIT präsentieren werden.