i2 SUMMIT 2017: Digital Workplace und die nächste Stufe der digitalen Transformation der Organisation

An der digitalen Transformation kommen die Unternehmen nicht mehr vorbei – auch nicht in der Schweiz. Sei es im Züricher Finanzsektor, in der Aargauer und Berner Präzisionsindustrie oder den FMCG-Hauptsitzen in der Romanie – die Digitalisierung beeinflusst nicht nur die großen, sondern auch die kleinen Unternehmen. Marc Landis von der Netzwoche bemerkte dazu im Juni-Editorial: “Es gibt wohl nur eine Zukunft für Unternehmen, die sich digital transformieren wollen – und die Transformation auch tatsächlich hinbekommen.

Neben dem Überdenken des Geschäftsmodells und dem Beziehungsgefüge zwischen dem Unternehmen und dem Kunden – braucht es intern auch ein klares Umdenken bei der Organisation der Zusammenarbeit. Die Bestrebungen nach einer Flexibilisierung und Verbesserung der digitalen Zusammenarbeit mit der Weiterentwicklung der Intranet- und Digital Workplace-Konzepte sind dabei sowohl Treiber als auch Hebel für die allgemeinen Digitalisierungsprojekte.

Mit dem diesjährigen i2 SUMMIT haben wir Diskussionen rund um Experten- und Praxisbeiträge genau entlang dieser Entwicklungslinie geplant, die ich im Folgenden gerne weiter erläutern möchte.

Digital Workplace zwischen Arbeitsunterstützung und Veränderungswerkzeug der Digitalisierung

Der Digital Workplace wird nach James Robertson (StepTwo Design) als ganzheitliche Kombination verschiedener Werkzeuge und Plattformen zur Unterstützung der Arbeitsorganisation definiert. Im Fokus steht dabei das digitale Erledigen von Aufgabenstellungen, was optimal unterstützt werden soll – mit Zugriff auf alle notwendigen Informationen und Werkzeuge sowie der Möglichkeit über den Austausch und die Vernetzung mit relevanten Personen im Unternehmen die Aufgabenerledigung zu verbessern.

Insbesondere der Vernetzungs- und Austauschaspekt fordert und fördert natürlich auch die Transparenz über Geschäftsaktivitäten und Veränderungen im Unternehmen. Die Offenlegung von Vorgängen und Veränderungen wiederum unterstützt jegliche Transformationsvorhaben – wie auch die Veränderung hin zu einem digitalen Geschäftsmodell.

Der „Digital Workplace“ ist somit sowohl Auslöser als auch Treiber der digitalen Transformation. Denn dort – wo noch keine digitale Transformation angestossen ist, fördert die Offenlegung der Vorgänge – insbesondere der Mißstände – Diskussionen über eine Veränderung. Und dort – wo die Transformation schon initiiert wurde – unterstützt der „Digital Workplace“ mit seiner Offenlegung die Transparenz über den Fortschritt und Ergebnisse der Transformation. (Siehe auch Beitrag zum IOM SUMMIT!)

Der „Digital Workplace“ muss damit als wichtiger Hebel für die digitale Transformation verstanden werden, braucht aber neben dem unterstützenden technologischen Konzept auch einen organisatorischen und kulturellen Entfaltungsfreiraum. Denn dort wo eine Zusammenarbeit jenseits von tradierten Prozessdefinitionen und Organisationsrichtlinien nicht erlaubt wird, kann sich ein selbstbestimmtes und problemlösungsorientiertes Arbeiten auch nicht entfalten.

An dieser Stelle stecken viele Unternehmen nach wie vor fest – weil die organisatorischen und kulturellen „Entfaltungsfreiräume“ oftmals gar nicht so schnell eingeräumt werden können – wie es oft von Nöten ist. Interessant sind hierbei immer wieder die Erfahrungen mit unterschiedlichen Ansätzen und Vorgehen bei der Etablierung dieser „Entfaltungsfreiräum“, was ein zentrales Thema der Diskussionen beim i2 SUMMIT ist.

Digital Workplace als Plattform für die digitale Organisation von Morgen

Neben Arbeitsunterstützung und Veränderungswerkzeug bekommt der “Digital Workplace” in einer ganzheitlichen Perspektive zudem eine weitere Funktion – als zentrales Rückgrat bzw. als Plattform für die Organisation im vollends digitalisiertem Unternehmen. Der Fokus dieses Verständnis treibt das Konzept des Mitarbeiterportals auf die nächste Stufe und stellt den Digital Workplace als zentrales Element entlang dessen die Kommunikation, Wissensströme, Koordination und Kollaboration im Unternehmen erfolgt.

Für diese Zukunft braucht es ein konkretes Verständnis der Prinzipien der Plattformökonomie und der agilen Organisationen, die sich entlang dieser organisieren. Dion Hinchcliffe sieht daher die Zukunft des Digital Workplace technologisch in einem vernetzten Ökosystem – dessen Kern aus den klassischen Funktionen wie Arbeitsunterstützung, Kommunikation & Kollaboration besteht und im erweiterten Sinne mit allen Prozesssystemen verknüpft ist.


Zudem bieten gerade die technologischen Entwicklungen der künstlichen Intelligenz sowie der selbstlernenden Systeme und Automatisierungsprinzipien weitere Veränderungen, welche die Arbeitswelt vor komplett neue Herausforderungen stellt.

Die Diskussionen zum “Digital Workplace” erhalten somit eine neue Dimension – ergänzend zu Fragestellungen der Funktionen als Arbeitsunterstützungs- und Veränderungswerkzeug, die Thematik als Organisationsplattform.

Beim i2 SUMMIT 2017 stehen beide Themenfelder auf der Agenda der Konferenz am 02. November in Zürich – entlang von spannenden Expertenbeiträgen von Stephan Schillerwein, Chris Tubb und Jane McConnell sowie zahlreichen Praxisvorträgen von der Baloise Group über Lykke, Richemont und Siemens bis zur Stadt St. Gallen und der Valiant Bank.

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